Moses Quellwasserwunder

Ex 17 und Num 20 in jüdischen und christlichen Bildrezeptionen

Gastvortrag Dr.in Brigitta Rotach am 21.05.2024

Ex 17 und Num 20 in jüdischen und christlichen Bildrezeptionen

Beruhend auf ihrer Studie in den Studies of the Bible and Its Reception 18; Berlin: Walter de Gruyter, 2023

 

Ort: HS 1 des Instituts für Judaistik
Zeit: 21.05.2024, 14:15

 

Zweimal wird in der Tora das Wunder erzählt, bei dem Mose den dürstenden Israeliten in der Wüste Wasser aus einem Felsen schlägt, in Numeri 20 und Exodus 17. Interessant sind die unterschiedlichen jüdischen und christlichen Rezeptionen dazu. Diese untersucht Rotach anhand von verschiedenen Werken der bildenden Kunst.
Dabei zeigt sich, dass man sich im Judentum vor allem für Numeri 20 interessiert und darüber diskutiert: Was war Moses Sünde? Für die christlichen Rezeptionen steht Exodus 17 im Vordergrund, das Wunder des lebensrettenden Wassers und Mose als strahlende Präfiguration des Messias. Dies wirft die Frage auf, welche Rolle das implizite Vorwissen beim Textverständnis spielt und was dies für den interreligiösen Dialog bedeutet.

 

Zur Person von Brigitta Rotach:

Studium der Theologie in Zürich, Rom und Tübingen. Assistenz bei Prof.in Dr.in Susanne Heine in Praktischer Theologie und Religionspsychologie. Dissertation über das Buch Jona in der bildenden Kunst. 1994 (-2011) als Redaktorin und Moderatorin beim Schweizer Fernsehen in der Redaktion „Sternstunden“ tätig, Realisation von über 200 Gesprächssendungen für die „Sternstunde Religion“; 1996-99 zudem verantwortliche Redaktorin für das „Wort zum Sonntag“. Seit 1998 verheiratet (mit dem Bibelwissenschaftler Konrad Schmid) und Mutter zweier Töchter. 2006/07 freies Studienjahr in Princeton (USA). Aus einer jüdisch-christlichen Familie stammend, seit 2006 Mitglied der jüdisch-liberalen Gemeinde Or Chadasch in Zürich und seit 2010 Vorsitzende ihrer Kulturkommission und Gründungsmitglied von „SERET. Kino aus der jüdischen Welt“. 2009-2011 reduziertes Fernsehpensum zu Gunsten eines religionswissenschaftlichen Habilitationsprojekts. Seit September 2011 Stellvertretung als Schreiberin von „Filmtipp“. Daneben freie Mitarbeit bei der jüdischen Wochenzeitung Tachles, Moderation verschiedener interreligiöser und kultureller Anlässe und Lehraufträge für rhetorische Kommunikation. 2009-2014 Koordinatorin der Sigi Feigel-Gastprofessur für Jüdische Studien am Religionswissenschaftlichen Seminar der Universität Zürich, seit 2015 verantwortlich für die Kulturprogramme im Haus der Religionen, Bern.